Rund 29 % der 16- bis 65-Jährigen in Österreich haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Obwohl diese Menschen in Österreich zur Schule gegangen sind, müssen sie im Alltag zahlreiche Hindernisse überwinden – denn für sie ist Lesen keine Selbstverständlichkeit.
Und es gibt nach wie vor viele Vorurteile: Wer schlecht liest, gilt schnell als dumm‚ faul oder zurückgeblieben. Doch das entspricht nicht der Realität. Schwierigkeiten beim Lesen betreffen Menschen aus allen Bildungs- und Gesellschaftsschichten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Krankheiten, die in der Schulzeit für längere Fehlzeiten sorgen, fehlende Unterstützung Zuhause oder auch das Fehlen von Vorbildern die Lesen wertschätzen. All das kann dazu führen, dass Kinder den Anschluss verlieren.
In unserem Projekt W_RTLOS wollen wir mit diesen Vorurteilen aufräumen, Unwissende aufklären und Betroffene ermutigen. Denn in Österreich gibt es kostenlose Basisbildungsangebote – doch viele wissen nichts davon oder schämen sich, Hilfe anzunehmen.
Wir wollen zeigen: Es ist nie zu spät, etwas zu verändern.
Nicht wertlos. Nur wortlos.