Project

Leo

Geschichte

Der 5-minütige Animationskurzfilm “Leo” handelt von einem 6-jährigenWaisenjungen, der immer wieder beobachtet, wie nach und nach andere Kinder adoptiert werden. Bereits am Anfang wird Leo von seiner besten Freundin getrennt und verliert seine einzige Bezugsperson. Ab diesem Moment ist er auf sich selbst gestellt und muss die Zeit alleine in seinem Zimmer verbringen. Obwohl Leo ein sehr neugieriger und verspielter Junge ist, wird er auch nach langer Zeit nicht adoptiert. Er schiebt die Schuld auf seine Pigmentflecken, die aufgrund der Hautkrankheit “Vitiligo” seinen gesamten Körper bedecken. Leo’s Selbstvertrauen sinkt nach und nach und er beginnt seine Pigmentflecken zu hassen und zu verstecken. Er fällt in tiefe Einsamkeit, Trauer und Depression und verliert immer mehr die Hoffnung auf eine Adoption. Eines Tages macht Leo jedoch eine besondere Bekanntschaft und beginnt nach langer Zeit sich und seine Pigmentflecken wieder zu akzeptieren.

Story und Produktion

Motivation Vitiligo ist eine Hautkrankheit, bei der Teile der Haut, vor allem um die Augenpartie und den Ellbogenbereich, kein Melatonin produzieren. Melatonin ist auch der Farbstoff der unseren Haaren und Augen die Farbe gibt. Die Krankheit ist nicht ansteckend und wird bei den meisten Betroffenen durch emotionalen und/oder körperlichen Stress ausgelöst. Wie schnell sich die Pigmentflecken ausbreiten ist bei jeder Person unterschiedlich. Vitiligo kann jeden betreffen. Meistens entsteht die Hautkrankheit im Kindesalter und vor der Pubertät, allerdings können auch Erwachsene Vitiligo entwickeln. Körperlich gibt es keine großen Einschränkungen der Betroffenen. Es muss nur darauf geachtet werden, dass die hellen Hautpartien nicht zu lange unter dem Einfluss von Sonnenlicht stehen und immer eingecremed werden, da diese sehr anfällig für Sonnenbrand sind. Die Aufgabe des Kurzanimationsfilms besteht darin, die Gesellschaft über Themen wie Diskriminierung, Einsamkeit, Selbstliebe und Selbstakzeptanz und besonders über die Hautkrankheit Vitiligo zu informieren und Aufmerksamkeit zu schaffen. Jede/r sollte sich über all diese Fakten bewusst werden, sodass es in Zukunft zu keiner Diskriminierung oder Angst gegenüber Betroffenen mehr kommt. Menschen die von der Hautkrankheit betroffen sind, haben meist keine körperlichen Probleme, sondern leiden eher unter den kritischen Blicken und abwertenden Kommentaren von anderen.

Ziele Der Kurzfilm soll auf verschiedene Probleme aufmerksam machen, wie beispielsweise Verurteilung aufgrund von Äußerlichkeiten, das Verstoßen/Verlassen des eigenen Kindes, Einsamkeit und den Umgang mit Trauer und Konflikten als Kind. Das Hauptziel des Projektes ist es, vor allem über die Hautkrankheit “Vitiligo” zu informieren und Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass diese Krankheit existiert und unter welchen Folgen betroffene Menschen leiden.

Differenzierung Ein wahnsinnig großes Problem für die betroffene Community besteht darin, dass es derzeit keinerlei Aufklärungsfilme zu dem Thema Vitiligo gibt. Bisher werden die einzigen Videos über die Hautkrankheit für Werbezwecke von Produkten genutzt, die den Betroffenen dabei helfen soll, ihre “Makel” zu verstecken. Dazu zählen beispielsweise Pigmenttherapien, Pigmentstifte, eigens entwickelte Make-Ups, Sonnencreme und viele mehr. Das Projekt soll sich von bereits existierenden Videos und Infomaterialien zu dem Thema abheben, indem es das Positive und Schöne an Vitiligo heraushebt. Menschen sollen sich in ihrer Haut wohlfühlen können und sich nicht verstecken müssen. Es gibt eine Menge betroffener Menschen die unter dem Druck der Beauty-Industrie leiden und seit der Entwicklung ihrer Hautkrankheit stets ihre Haut bedecken und verstecken wollen. Vor allem junge Kinder und junge Mädchen leiden darunter und entwickeln ungesunde Einstellungen zu ihren Körpern. Es gibt dem Kurzanimationsfilm gegenüber keine Konkurrenz, da niemand die Zielgruppe der Vitiligo-Community direkt anspricht. Die Zielgruppe besteht auch nicht nur aus Betroffenen, sondern genauso aus jeder anderen Person, die entweder bereits Erfahrungen mit Vitiligo gemacht haben bzw. auch nicht.

Nicht-Ziele Zu den Nicht-Zielen gehört beispielsweise der Stil, der weder fotorealistisch noch in irgendeiner Art besonders sein soll. Wichtig sind in diesem Fall die Geschichte und die Kommunikation der Gefühle. Weiters soll der Film nicht über die Situation in Waisenhäusern aufklären, sondern sich eben hauptsächlich auf die Emotionen und Gefühle des Hauptcharakters konzentrieren.

Zielgruppe

- Personen aller Altersgruppen (6+) - Animationsfilm Interessierte - betroffene Personen - FH Studenten und Professoren - zukünftige Arbeitgeber - Wettbewerbe, Festivals und Ausstellungen (FMX)

Inspiration / Konkurenzanalyse

- La adoptión - Campaña de adopción - Door of hope - El Orfanato - Cuerdas - The Orphanage - Approved for adoption - The stained club

Appendices

Creators

Daniela Mejia Ramirez Profile Picture
Daniela Mejia Ramirez

Animatic

Character Modeling

Drehbuch

Idee

Projektleitung

Rendering

Texturing

Character Animation

Regie

Victoria Perner Profile Picture
Victoria Perner

Dynamics

Environment Animation

Environment Modeling

Postproduction

Projektmanagement

Rendering

Animation

Marcell Tóth Profile Picture
Marcell Tóth

3D Animation Lead

Character Animation

Anna Wirth Profile Picture
Anna Wirth

Audio

Sounddesign

Tran Khiet Van Ho Profile Picture
Tran Khiet Van Ho

Art Direction

Grafik

Lighting

2D Artist

Concept Art