Project

Logline

Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und der Suche nach einem zweiten Zuhause, begibt sich die junge und impulsive Julia in die Hände einer narzisstischen Künstlerin, die durch die Kunst und der Erschaffung eines Porträts, gemalt mit Menschenblut, ihre eigene, dunkle Vergangenheit aufzuarbeiten versucht.

Synopsis

Julia betritt das Atelier. Es ist größer als es von außen scheint. Überall lehnen bunte Leinwände an den Wänden – manche unvollendet, andere von Tüchern verdeckt. Vor lauter Staunen bemerkt Julia nicht, dass Verena die Tür hinter ihr bereits geschlossen hat und nun bei einem Stuhl auf sie wartet. Erst als Verena sich räuspert, wird Julia aus dem Staunen gerissen und entschuldigt sich leise, als sie sich auf den Stuhl ausbreitet. Ihre alte Sporttasche gleitet zu Boden. Das ihr zu lange T-Shirt hat sie zu einem Kleid umfunktioniert und ihr verschmiertes Kajal und fettigen Haare deuten auf die finanzielle Notlage Julias hin. Als Verena ihr das Kuvert mit der Bezahlung reicht, nimmt Julia es gierig, zählt es und steckt es schleunigst in die Seitentasche der Sporttasche. Gestohlen funkelt Verena sie dabei an, holt medizinische Utensilien aus der Schublade hervor und beginnt routiniert Julia Blut abzunehmen. Ohne ein Wort zu sagen schauen sich die zwei in die Augen und versuchen irgendeine Reaktion aus dem Gesicht des Gegenstücks zu lesen. Julia zieht bei Verena für die Zeit der Malerei ein. Verenas Wohnung befindet sich ein Stockwerk über dem Atelier und ist im Gegensatz zum Atelier altmodisch und minimalistisch eingerichtet. Nichts steht überflüssig im Weg rum. Alles hat seinen Platz. Im Lauf der nächsten Tage öffnen sich die Zwei einander, wodurch sich Julia verstanden und akzeptiert fühlt – etwas, das sie von Zuhause nicht kannte. Regelmäßig wird Julia Blut abgenommen, sodass sie nach kurzer Zeit mit Schwindelanfällen und Entzugserscheinungen zu rechnen hat. Eines Nachts bemerkt sie eine rote Gestalt, die neben ihr steht. Ein junges Mädchen steht vor ihr, die Augen geschlossen. Wie einem Gemälde entflohen besteht ihr ganzer Körper aus roten Ölfarben. Von Kopf bis Fuß strahlt sie in verschiedenen Rottönen. Dann verschwindet das Ölmädchen wieder. Umso mehr Blut Julia verliert, desto öfter erscheint das Mädchen und begleitet Julia durch den Tag. Als Julia jedoch eines Tages von der Blutabnahme umfällt, fragt sie, ob sie eine Pause haben kann. Erstmals antwortet Verena hart, dass sie sich keine Pause leisten können und schüchtert Julia ein. In der folgenden Nacht wacht Julia vom flackernden Lichtschein eines Lagerfeuers auf. Als sie aus dem Fenster späht, erblickt sie Verena, die vor einer brennenden Leinwand steht. Auf der Leinwand ist ein Porträt eines Mannes zu erkennen, das im selben Stil und im selben Rot wie Julias Porträt gemalt ist. Während das Gemälde nieder brennt, erzählt Verena Julia, dass sie ihren Exmann gemalt hatte, doch bevor sie fertig geworden sind, hat er sie verlassen. Seitdem hat Verena es nicht mehr gewagt, ein derartiges Gemälde zu malen – bis Julia kam. Besorgt fragt Verena, ob Julia ihr versprechen kann, dass sie sie nicht auch verlässt. Julia schaut einmal durch die Flammen und sieht das Ölmädchen hinter den Flammen stehen. Nun ergreift Julia das Wort und erzählt, dass ihre kleine Schwester vor einigen Jahren verstorben ist und ihre Eltern daraufhin mit schweren Depressionen zu kämpfen hatten. Durch den Unfall, der mit dem Tod ihrer Tochter endete, scheiterte auch ihre Ehe. Julias Mutter verließ sie eines Nachts, ohne ein Wort zu sagen und ihr Vater gab Julia die Schuld am Tod ihrer Schwester. Also entschied sie, zu fliehen und ist seitdem unterwegs. Von Stadt zu Stadt und Job zu Job. Erneut blickt sie dem Mädchen – ihrer Schwester – in die Augen. Julia verspricht Verena, sie nicht zu verlassen. Sie habe nicht vor ein weiteres Mal von ihrer Vergangenheit wegzulaufen. Die nächsten Tage wird wieder intensiv gemalt und somit auch Blut von Julias Arm abgenommen. Sie wird immer schwächer, doch Verena scheint keine Rücksicht zu nehmen, da sie wie in einem Rausch Farbe an die Leinwand wirft. Komplett am Ende ihrer Kräfte liegt Julia in ihrem Bett und beschließt zu fliehen. Ihre Arme sind blau angelaufen. Als sie jedoch versucht die Haustüre zu öffnen, muss sie feststellen, dass sie eingeschlossen ist und als sie sich umdreht, steht Verena hinter ihr, die sie enttäuscht anstarrt. Wie ein eingesperrtes Tier wird Julia dazu gezwungen, Modell zu stehen und Blut abzunehmen. Das Vertrauen das Verena in sie hatte ist weg. So muss Julia versuchen, einen Weg aus dem Atelier zu finden, bevor Verena ihr zu viel Blut abnimmt.

Produktionsdaten

Filmlänge: ca 90min Genre: Psychothriller Institution: FH Salzburg GmbH Drehzeitraum: 18 Drehtage - Juli 2021 Fertigstellung: Mai 2022 Drehort: Salzburg, Österreich Sprache: Deutsch, englische Untertitel Seitenverhältnis: 1,85:1 Kamerasystem: ARRI Amira Sound: 5.1

Zeitplan

Preproduction: Mai 2020 - Juli 2021 Production: Juli 2021 (18 Drehtage) Post Production: August 2021 - Mai 2022 Verwertung: Mai 2022 - Ende 2023

Moodboard - Kamera

Moodboard - Wohnung

Moodboard - Atelier

Appendices

Creators

Anonyme Person

Betreuung

Jakob Bacher Profile Picture
Jakob Bacher

Oberbeleuchtung

Anonyme Person

Produktion