Project Filmische Macht der vierten Dimension

Filmische Macht der vierten Dimension

MultiMediaArt, 2016
In der vorliegenden Arbeit geht es um das Thema der filmischen Zeitlupe. Zeitlupe ist ein filmischer Fachbegriff, der verlangsamt projizierte Filmabschnitte bezeichnet und zu einem wichtigen Bestandteil filmischer Erzählmittel geworden ist. Dabei ist Zeitlupe schon seit der Geburtsstunde des Kinos in Filmen vertreten. Zeitlupe ist aber eben auch ein Begriff, der nicht nur Filmbegeisterten und Personen aus der Kinobranche geläufig ist sondern Einzug in unseren Alltag und in unser allgemeines Sprachjargon gefunden hat. Das Verlangsamen einer bestimmten Aktion löst Bewunderung und strahlt ästhetische Kraft aus. Zeitlupe ist aber vieles mehr als ein reines ästhetisches Stilmittel. Zeitlupe ist ein vielseitiges Hilfsmittel für Filmemacher, um etliche narra- tive Funktionen eines Filmes zu erfüllen oder zu erweitern. Ausschlaggebend für die Arbeit war für mich vor allem die Frage, ob Zeitlupe die filmische Wahrnehmung des Zuschauers erweitern kann und welche Unbekannten durch die gezielte Verwendung sichtbar werden können. Die Sicht auf meine praktischen Arbeiten spielt natürlich auch eine große Rolle, kann ich die, aus der Arbeit gewonnene Erkenntnis hoffentlich gut in meine zukünftigen Werke einfließen lassen. Die Arbeit begleitet den Leser dabei von einem theoretischen Teil rund um die Entstehungsgeschichte und dem technischen Hintergrund des Stilmittels über die vielschichtige Verwendung von Zeitlupe in der Filmgeschichte bis hin zu der möglichen Beantwortung der Forschungsfrage an Hand einer Untersuchung der unzähligen Funktion, die die Zeitlupe im Rahmen eines Filmes übernehmen kann. Dabei ist es mir sehr wichtig auch den weniger filmaffinen Lesern einen guten Einblick in die faszinierende Welt des Filmes und speziell dessen Stilmittel Zeitlupe zu geben.

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